zurück zur Übersicht
 

 

Gründung des Schützenverein Belm im Jahr 1905

 
 

Im Jahr 1905 berief der damalige Gemeindevorsteher Sielschott eine Versammlung ein, mit dem Zweck, das Schützenvereinswesen wieder auf die Beine zu bringen.

 

In der ersten ordentlichen Versammlung am 20. August 1905 wurde der Schützenverein Belm gegründet.

Nach dem Protokoll dieser Versammlung waren 47 Personen anwesend.
 
In der zweiten Versammlung am 17. September 1905 traten 52 Belmer Bürger dem Verein bei.

Hier wurde auch der erste Vorstand gewählt; er setzte sich wie folgt zusammen:

     
  1. Vorsitzender W. Sielschott, Belm
  stellv. Vorsitzender Adam Schulhoff, Darum
  Kassierer Fr. Tiemann, Gretesch
  stellv. Kassierer H. Osterhues, Belm
  Schriftführer C. Sudhoff, Darum
  Beisitzer: H. Holtmeyer, Haltern
    Joh. Osterhues, Powe
    H. Iburg, Vehrte
 

Bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges hat der Verein in jedem Jahr sein Schützenfest gefeiert. Sechs Jahre lang nun ruhte die Schützensache, fast alle Mitglieder wurden zum Heeresdienst eingezogen – sieben kehrten nicht zurück.

 

Nach dem Weltkrieg galt es im Schützenverein Wiederaufbauarbeit zu leisten. Im Jahre 1920 wurde erstmals wieder das Schützenfest gefeiert. Die Mitgliederzahl wuchs auf 150 an, von den 52 Gründungsmitgliedern waren noch 14 im Verein.

 

Ein schönes großes Tanzzelt nennt ein Teil der Mitglieder sein Eigentum. Es leistet bei den Festlichkeiten gute Dienste und wurde wiederholt an andere Vereine für solche Zwecke vermietet.

 

Die Schützenfeste feierte der Verein auf einer Weide des Bauern Meyer zu Belm am Telgenkamp. In der nahe gelegenen Sandkuhle (heute Gelände der Friedhofskapelle) erbaute der Verein im Laufe der Jahre einen Schießstand, geschossen wurde mit dem KK-Gewehr und Karabiner.

 

Im Jahre 1938 führten wirtschaftliche Gründe zur Auflösung des Vereins. Das vorgenannte Zelt war durch einen Sturm vollständig zerstört worden und nun waren die damaligen Zeltgenossen der Meinung, alle Vereinsmitglieder sollen zahlen und den Verlust abdecken.

Willy Thies und Heinrich Iburg übernahmen die undankbare Aufgabe, die Geschäfte abzuwickeln.

 

Die Schießhalle wurde ab 1937 als Kindergarten genutzt, nach dem Krieg wohnten Heimatvertriebene in dem Gebäude. Da die ganze Anlage baufällig geworden war, äscherte die Feuerwehr die Halle ein.

 

Die Fahne und Königskette entgingen bei einer Hausdurchsuchung durch Besatzungstruppen im Haus Thies / Horstmann nur durch Zufall der Beschlagnahme.

 
 
 
 
zurück zur Übersicht